Unser Gebiet: Bangs Matschels

Bangs-Matschels ist weit über die Grenzen bekannt und zieht jedes Jahr viele BesucherInnen an. Wenn sich im Frühjahr die Rietwiesen anfangen, blau zu verfärben, dann sind Naturliebhaber*innen, Sportler*innen, Fotojäger*innen und wir Naturwächter*innen gefordert, im Sinne des GNLs alle auf ihre Kosten kommen zu lassen, ohne die zu schützende Natur übermäßig zu stressen. Dies ist eine herausfordernde, wertvolle Aufgabe, der sich unsere ehrenamtlich tätigen und vom Land Vorarlberg ausgebildeten Mitglieder der Naturwacht jedes Jahr auf Neue stellen.

Aufklärung als Hauptaufgabe
Unsere Hauptaufgabe ist Aufklärung. In unserem Gebiet müssen verschiedene Anforderungen aus Agrarwirtschaft und Jagd mit dem GNL vereinbar gemacht werden. So gibt es zum Beispiel Fett-Wiesenparzellen, die noch bewirtschaftet werden und trotzdem von Besuchenden nicht betreten werden dürfen und die schützenswerten Streuewiesen. Reine ausgewiesene Naturschutzgebiete sind einfacher zu betreuen und Gebote/Verbote werden meist eher akzeptiert, wie z.B. in dem an unser Gebiet angrenzenden Ruggeller Ried im Fürstentum Liechtenstein.

Information vor Meldung
Da Information vor Anzeige oder Meldung unser Motto ist, stellen wir neben unserem Wissen auch Broschüren zur Verfügung, sind gemäss Wochenplanung präsent und können auf viele Informationstafeln verweisen, die das Verhalten im Gebiet plakativ erläutern: Kurze Leine für Hunde, Wegegebot und Betretungsverbot usw.

Hauptsaison von April bis Juni
Unsere Hauptsaison ist von April bis Juni – je nach Winterlänge und Witterung. Kurz gesagt von der ersten blauen Irisblüte bis zur letzten. Davor und danach allerdings gibt es auch viele schöne bunte, ruhige und zur Entspannung einladende Momente.

Was bietet unser Gebiet? Eine Auswahl an geschützten Pflanzen und Tieren

· Sibirische Schwertlilie (Iris sibirica)
· Duft-Lauch (Allium suaveolens)
· Frauenschuh (Cypripedium calceolus)
· Schneidbinse (Cladium mariscus)

· Gelbbauchunke (Bombina variegata)
· Braunkehlchen (Saxicola rubetra)
· Neuntöter (Lanius collurio)
· Wachtelkönig (Crex crex)
· Wiesenknopf-Ameisenbläuling (Phengaris teleius, Ph. nausithous)

Einsatz und Mitgliederaktivitäten

  • Neophyten Management (z.B. Unterstützung des Projekts „Vielfalter“)
  • Fachliche Weiterbildungen (z.B. voGIS, Pflanzenkunde, Vorkommen und Entwicklung der Tierwelt in den Schutzgebieten, gebietsspezifische Weiterbildungen mit ausgewiesenen ExpertInnen, Biotop-Exkursionen des Landes, der inatura, des Vereins BirdLife)
  • Mitgliederversammlungen (2x/Jahr)
  • Events (regelmässige Treffen mit Exkursion und geselligem Ausklang, Sommerfest, Jahresauftaktveranstaltung etc.)
  • Begleitung von neu bestellten NaturwächterInnen

PR und Zusammenarbeit

  • Öffentlichkeitsarbeit (Berichte für Homepage, Jagdzeitung etc.)
  • Zusammenarbeit mit Landesleitung, Politik und Umweltamt sowie BH, Agrargemeinschaft, Forst, Jagd und Fischerei, anderen Naturschutzorganisationen und AbsolventInnen von Naturführer-/Naturpädagogik- und vergleichbaren Ausbildungen, die den Schutz der Natur im Sinn haben

Vernetzung
Gern vernetzen wir uns mit weiteren Ortsgruppen und freuen uns über gebietsübergreifende Aktivitäten, wie z.B. Exkursionen, Einsatzmöglichkeiten und Weiterbildungsveranstaltungen.

Organisation

Wir sind als Ortsgruppe mit o.g. Vorstand organisiert und berichten über unsere Aktivitäten an die Landesleitung. Die Statuten des Naturwacht-Vereins gelten für alle Ortsgruppen. Wir sind kein eigener Verein. Über Zuwachs aus der Naturwacht-Ausbildung freuen wir uns alljährlich und drücken jedem Prüfling die Daumen.

Ortsgruppenleitung: Dr. DI Marion Eckert-Krause 0650 851 7993 mek@eckertkrause.com
Stellvertretung: Evelyn Fritsch 0664 437 8037 e.fritsch@gmx.at
Kassier: Judith Heeb 0664 3428 845 judith.heeb@aon.at
Schriftführer: Nina Kräutler-Ferrari 0664 136 2375 nina.kraeutler-ferrari@stadtwerke-feldkirch.at
Mitgliederzahl: 21
Gebietsbetreuung: Natura-2000-Gebiet: Bangs-Matschels