Dem Fortbildungsangebot zum Thema Bodensee-Vergissmeinnicht und Verordnungen folgten viele Naturwächter:innen mit Begeisterung. Gruppenleiter der OG Rheindelta-Bodensee Walter Niederer erläuterte am Mehrerauer Seeufer das Zusammenspiel von Land und Stadt und betonte, wie wichtig die gute Zusammenarbeit sei, um die Ziele für den Naturschutz in einer touristisch hoch frequentierten Gegend zu erreichen.

Besucherlenkung durch Infotafeln und Beschilderung
Schilder, die deutlich machen, wo ein Schutzgebiet beginnt und endet, seien für eine effiziente Besucherlenkung vorrangig, denn nur anhand klarer Grenzen können Übertretungen erklärt und wenn nötig angezeigt werden. Die Beschilderung und Abgrenzung von Flächen, die betreten werden dürfen, muss dringend in Angriff genommen werden. Manche der Schilder verwirren mit gegensätzlichen Inhalten, manche stehen falsch.

Hand in Hand – Naturwacht und Security
Große Unterstützung erfährt die Gruppe am Bodensee durch die Security und Kolleg:innen aus den angrenzenden Naturwachtgruppen. Hierbei sei es entscheidend, dass alle das gleiche Verständnis und Auftreten hätten.

Ein praktisches Beispiel konnte anhand einer illegalen Feuerstelle gezeigt werden. Die Betroffene zeigte sich einsichtig, als die Security erklärte, dass in dem Schutzgebiet offenes Feuer und Grillen verboten seien.

Schutzwürdige Pflanzen am Bodenseeufer
Polster und, im Schilf verteilte, Einzelpflanzen von Bodensee-Vergissmeinnicht zeigten, wie erfolgreich ein Projekt zur Wiederansiedelung dieser endemischen Pflanze umgesetzt wurde. Auch der Strandling, eine seltene Pflanze konnte entdeckt werden.

Abschließend wurden die Verordnungen durchgegangen, die Neuerungen aufweisen, denn Naturwächter:innen müssen auch darüber stets aktuell im Bilde sein. Gesetzliche Grundlagen sind die Basis der Aufklärungsarbeit für Naturwächter:innen.